Rückblick 1. Kongress SMART CITY LOGISTIK

Im Rahmen des 1. Smart City Logistik Kongresses am 5. Dezember in Jena diskutierten Entwickler und Forscher gemeinsam mit Praktikern aus der Logistik neue Konzepte und Lösungen zur Förderung der Elektromobilität im innerstädtischen Lieferverkehr. Die Basis bildete das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Forschungsprojekt Smart City Logistik Erfurt, mit dem ein Konsortium aus acht Unternehmen und Hochschulen beauftragt wurde. Ziel ist die Entwicklung spezieller Dienste zur Transportplanung und -optimierung sowie der Fracht- und Tourenüberwachung für die Logistik mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Als Konsortialführer wird die DAKO Unternehmensgruppe hierfür eine offene Systemplattform entwickeln, die künftig von allen Flottenbetreibern genutzt werden kann.

Die Präsentation der Systemplattform durch DAKO-Geschäftsführer Thomas Becker und Entwicklungschef Dr. Harald Hempel war einer der Höhepunkte des 1. Smart City Logistik Kongresses. Hempel betonte, dass Flottenbetreibern und Disponenten durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen kein großer Mehraufwand entstehen dürfe. Dies gelte besonders für Mischflotten mit einem anfangs nur geringen Teil an Elektrofahrzeugen. „Praktiker dürfen von der Plattform ein einfaches Handling und ein optimales Exception Management erwarten“, versprach der Mathematiker. Die Bedeutung des Wetters auf die Reichweite veranschaulichte Becker am Beispiel des Scheibenwischer-Motors, der mit seiner Leistung die Kapazität der Batterie entscheidend beeinflussen könne. Einen noch größeren Einfluss habe der Wind. „Die Systemplattform wird die aktuellen Wetterdaten in die Tourenplanung einbeziehen“, so Becker.

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Mit Blick auf die Gegenwart stellten Dr. Thomas Becks vom Verband Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) und Thomas Becker das aktuelle Angebot an Elektrofahrzeugen vor. „In naher Zukunft wird sich die Kostensituation durch die fallenden Batteriepreise deutlich entspannen“, stellte Becks in Aussicht. Dadurch werde sich die Investition in ein Elektrofahrzeug wesentlich schneller amortisieren. Auch die Fortschritte in der Batterieentwicklung tragen dazu bei. Unabhängig von der weiteren Preisentwicklung bei den Elektrofahrzeugen stellte Dr. Stefan Heimann von der Thüringer Energie- & Green Tech-Agentur (Thega) das Förderprogramm Elektromobilität für das Land Thüringen vor. Heimann erläuterte das sehr attraktive Programm, das sich auf technologisch bedingte Mehrkosten der Beschaffung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bezieht. Zudem würde das Land auch die Kosten für Kauf, Leasing, Miete und Installation von Ladesystemen und spezifische technische Ausrüstungen fördern.

Abgerundet wurde das Kongress-Programm durch eine Podiumsdiskussion sowie die Praxiserfahrungen von Flottenbetreibern, die bereits Elektrofahrzeuge einsetzen. Shirin Huber vom Paketdienstleister UPS berichtete von dem sehr pragmatischen Vorgehen ihres Unternehmens, bei dem ältere Zustellfahrzeuge mit bereits großen Fahrleistungen von Verbrennungs- auf Elektromotoren umgerüstet werden. Der „P80-E“ biete eine Reichweite von 80 bis maximal 150 Kilometer und eine Nutzlast von knapp 3,5 Tonnen.

Programm und Rückblick zum 1. Kongress SMART CITY LOGISTIK

Dr. Harald Hempel
Sie haben die Möglichkeit, die Agenda hier herunterzuladen:
 
Agenda
 
Broschüre 2. SCL-Kongress
Eine Zusammenfassung des Kongresses bietet Ihnen diese Broschüre:
 
Zusammenfassung und Rückblick